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Anpacken statt Abwarten!

geschrieben von Kein Kommentar

Unter dem Motto „Anpacken statt Abwarten“ starteten im September 2014 über 20 Teilnehmer Ü50 (also über 50 Jahre) beim ISE Sprach- und Berufsbildungszentrum in Amberg die Offensive bei der Suche nach dem geeigneten Arbeitsplatz. Das hat einigen sicher Mut gekostet, denn unsere Teilnehmer hatten alle bereits schwierige Zeiten hinter sich und die Suche nach Arbeit gestaltete sich für alle seit Langem schwierig.

Das Konzept der Maßnahme setzt auf mehrere Säulen:

Erste Säule: Die Vermittlung von erweiterten beruflichen Kenntnissen.

So konnte man im Kurs in verschiedene Berufssparten ‚schnuppern‘. Es gab von Lagerlogistik über Buchführung oder Gastronomiegewerbe ein breites Spektrum auch zur eventuellen Neuorientierung. Einige Teilnehmer wurden sprachlich gefördert. Auch die Eignung und Neigung mit pflegebedürftigen Menschen zu arbeiten konnten die Teilnehmer testen. So bestand die Möglichkeit, im Rahmen der Maßnahme den Betreuungsschein nach §87 b Abs.3 SGB XI zu erwerben. Dieser Betreuungsschein ist Grundvoraussetzung, in Pflegeheimen als anerkannte Betreuungskraft zu arbeiten.

Zweite Säule: Intensive sozialpädagogische Betreuung.

Die Teilnehmer konnten mit vielfältigen Problemen von den fachkompetenten Betreuern des ISE unterstützt werden. Es werden gemeinsam Auswege gesucht, wenn z.B. Menschen mit Überschuldungsproblemen zu uns kommen, eine Räumungsklage vom Vermieter vorliegt, ein Alkoholproblem den Alltag hemmt. Wir unterstützen bei der Kommunikation mit Ämtern, vermitteln an die jeweiligen Hilfsorganisationen und kümmern uns um Arzttermine, wenn der Betroffene Hilfestellung benötigt.

Dritte Säule: Hilfe bei der Suche nach der geeigneten Arbeitsstelle.

Hier werden zunächst für jeden Teilnehmer aktuelle Bewerbungsunterlagen angefertigt. Der Lebenslauf wird aktualisiert und ein neues adäquates Foto erstellt. Auch das Bewerbungsgespräch wird eingeübt.

In Einzelgesprächen wird ein Profil der Teilnehmer erstellt, das dem erfahrenen ISE-Arbeitsvermittler-Team für die Suche nach passenden Stellenangeboten dient. Hier werden häufig schon im Vorfeld Kontakte zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer hergestellt.

Vierte Säule: Im Maßnahme-Praktikum können sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer ausreichend ‚beschnuppern‘.

Für unsere Teilnehmer bedeutete die Maßnahme jedoch zunächst einmal, jeden Tag die Schulbank zu drücken, in Einzelgesprächen mit uns Kontakt aufzunehmen und Vertrauen aufzubauen. Oft lähmen die Alltagsprobleme auch die Arbeitsfähigkeit und so galt es, sich den Problemen auch zu stellen und wo nötig Hilfe anzunehmen. Dies verlangt den Menschen viel Mut ab und gelang leider nicht bei allen. Doch für die meisten der Teilnehmer wurde am Ende der Maßnahme eine deutliche Verbesserung ihrer Situation sichtbar. Sei es ‚nur‘, dass sich jemand nach langen Jahren endlich seiner Alkoholsucht stellt oder endlich die vielen unbezahlten Rechnungen ordnet und den Kontakt mit den Gläubigern hergestellt. Für einige Teilnehmer hat sich ‚nur‘ ein Mini-Job ergeben, für andere konnte der bestehende Mini-Job in eine Teilzeit-Stelle umgewandelt werden. Und einige arbeiten jetzt in Vollzeit.

Das ISE-Team wünscht allen Teilnehmern dieser Maßnahme alles Gute für die Zukunft.

Eva Weber
Geschäftsführerin
Sozialpädagogische Betreuerin der Maßnahme Anpacken statt Abwarten

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