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Anonyme Bewerbung

geschrieben von Max Schobert am 13. August 2010 – 23:167 Kommentare
Bewerbungsunterlagen auf neuestem Stand?
 
Sie haben Ihre Bewerbungsunterlagen auf dem aktuellsten Stand? Ganz sicher? In der seit Anfang des Jahres laufenden Diskussion um anonyme Bewerbungen gibt es zwar bis heute kein verbindliches Urteil, allerdings schlagen die jüngsten Vorstöße der Bundesregierung hohe Wellen. Noch bedarf es also keiner Änderungen, aber vielleicht schon sehr bald!
 

Quelle: Spiegel Online

Der Vorstoß anonyme Bewerbungen gesetzlich vorzuschreiben stößt selbstredend nicht nur auf erfreute Gemüter. Viele Personalverantwortliche diskutieren die Auswirkungen und die praktische Umsetzungsmöglichkeit anonymer Bewerbungen. Auch in der Privaten Arbeitsvermittlung des ISE stellen intreressierte Arbeitssuchende entscheidende Fragen an die Arbeitsvermittler: Wie soll eine anonyme Bewerbung aussagekräftig sein? Was gehört denn künftig noch in die Bewerbungsunterlagen? Macht das überhaupt einen Sinn, weil: könnte ein Bewerber nicht auch noch in einem Vorstellungsgespräch Opfer von Diskriminierung werden? Fragen über Fragen, die einige wenige große deutsche Unternehmen zu beantworten versuchen, indem sie freiwillig an einem Pilotversuch teilnehmen. Eine Stellungnahme dieser Unternehmen liegt leider noch nicht vor. Man darf gespannt sein. 

Ein trefflicher Titel

“Das Gleichbehandlungsgesetz verlangt es: Auch deutsche Unternehmen und Bewerber müssen sich künftig mit Lebensläufen auseinandersetzen, die keine persönlichen Daten mehr enthalten,” schreibt der Focus zu diesem Thema in dem Artikel “Fakten ohne Fleisch und Blut“. Ein trefflicher Titel. Fällt die Entscheidung zugunsten des Gesetzesnentwurfes, soll künftig bei einer Bewerbung auf die Inhalte Name, Alter bzw. Geburtsdatum, Geburtsort, Nationalität, Familienstand und das Foto ganz (oder wenigstens teilweise) verzichtet werden. Ganz wird wohl schon aus Gründen der Kontaktaufnahme nicht auf persönliche Daten verzichtet werden können…. 

Was denken Sie über diese denkbare Veränderung bei Bewerbungen? Registrieren Sie sich kostenlos und diskutieren Sie mit uns über dieses Thema. 

 Einen weiteren sehr umfangreichen Blogbeitrag zu anonymen Bewerbungen finden Sie hier.

7 Kommentare »

  • Ingo sagt:

    Hallo Herr Schobert, ich persönlich finde anonyme Bewerbungen Quatsch. Was soll das denn bringen? Mehr Absagen NACH Vorstellungsgesprächen? Mehr wahrscheinlich auch nicht, denn spätestens dann zeigt sich ob der Bewerber männlein oder weiblein, jung oder alt,… aber mei, anscheinend gibts in unsrem Land keine andern Probleme.
    vg ingo

  • mueller74 sagt:

    Mahlzeit! Da hab ich ja bislang gar nichts von mitgekriegt, aber gleich mal ne Frage: Wenn ich also ne Bewerbung ohne meinen Namen wegschicke, aber mit Adresse kann doch angeblich trotzdem jeder rausfinden, wie ich heiße. Was hat des dann gebracht?

  • Martin F. sagt:

    Stellt euch mal nen Lebenslauf ohne Angabe zur Person vor, oder ein Deckblatt :-) so ein Schmarrn, schreib i glei nur no “hiermit bewerbe ich mich.”…..

  • Karin sagt:

    Haben wir in Deutschland eigentlich keine anderen Sorgen oder Probleme, um die sich unsere Damen und Herrn Politiker kümmern sollten? Ach halt, es ist Sommer…

  • Anonymos sagt:

    Keine Ahnung was ihr habt. Hey, ich find des echt klasse, gibt tolle neue Alternative für eine Bewerbung… Zum Beispiel im Anschreiben: Sehr geehrter Unternehmer, ich bewerbe mich hiermit bei Ihnen. Wie ich heiße? Eeeeeegal. Wie alt ich bin? So alt wie ich mich fühle. Ich hab Namen, Datumsangaben und Alter übrigens auch in sämtlichen Zeugnissen geschwärzt… damit Sie sich nicht heimlich ausrechnen können wie alt ich bin. Wenn Sie mich zu einem Gespräch einladen wollen, kontaktieren Sie bitte Herrn Unbekannt, wohnhaft in keine Ahnung wo, er wird mich dann informieren, …. diese EMailAdresse wird nämlich direkt im Anschluss endgültig gelöscht….. :-) ))))))))
    mfg
    anonymos(a)bewerberunbekannt.de

  • Max Schobert sagt:

    Hallo Zusammen, ob sich die Forderungen nun wirklich so durchsetzen, oder ob es zu Abweichungen von den Vorschlägen kommt ist ja noch unklar. Ich persönlich glaube noch nicht, dass es wirklich so kommt wie gefordert. Da wird wohl eher nach dem Prinzip “Maximalforderung stellen um Minimalziel zu erreichen” gedacht und gehandelt.
    @Anonymos: Sie haben schon Recht: Es müßte alles geschwärzt werden. Wo bliebe dann aber die Aussagekraft der Bewerbungsunterlagen?

  • Max Schobert sagt:

    Einen sehr guten und interessanten Artikel zu diesem Thema finden Sie auf den Internetseiten der Wirtschaftswoche, oder, idem SIe dem folgenden Link folgen: http://www.wiwo.de/management-erfolg/warum-anonyme-bewerbungen-falsch-sind-439562/

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