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Kursgemeinschaft aus zehn Nationen erfolgreich

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Vertreter des Jobcenters (rechts) und Dozenten freuten sich mit den erfolgreichen Teilnehmern eines Qualifizierungslehrgangs, die ihr Zeugnis „Pflegehelfer/-in“ in luftiger Höhe der ISE-Dachterrasse entgegennehmen durften. Bild: Uschald

Amberg. (usc) Freude und Stolz spiegelten sich in den Gesichtern der zwölf Männer und Frauen aus zehn unterschiedlichen Nationen, als sie nach knapp zehnmonatiger Qualifizierungsmaßnahmen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) beim ISE Sprach- und Berufsbildungszentrum ihr Zeugnis „Pflegehelfer/-in“ entgegennehmen durften. Auch dieser Kurs hatte Corona-Hürden zu nehmen.

Kursleiter Thomas Klein verwies in seinem Rückblick bei der Zeugnisverleihung im Beisein von Vertretern des Jobcenters auf die durch die Corona-Pandemie verursachte Verlängerung des Kurses, denn vom 16. März bis 22. Mai musste improvisiert werden, auch wenn es mit einzelnen Unterrichtsthemen regelmäßigen Kontakt zu den Teilnehmern gab. Die Herkunft der Teilnehmer war diesmal sehr unterschiedlich, wie Klein weiter berichtete. Sie stammen aus dem Irak, aus Aserbaidschan, Eritrea, Russland, den Philippinen, den USA, aus Kasachstan, Äthiopien, Syrien und Deutschland.

Der Europäische Sozialfonds (ESF) fördert mit hohem finanziellen Aufwand derartige Kurse zur (Wieder-)Eingliederung in den Arbeitsmarkt. Die Co-Finanzierung übernimmt das Jobcenter Amberg-Sulzbach. Dessen stellvertretender Leiter, Ralf Doschat, und der Teamleiter Arbeitsvermittlung, Rainer Liermann, waren voll des Lobes über das von der Gruppe gezeigten Engagements und Durchhaltevermögen, gab es da oder dort ja auch familiäre Probleme während des Kurses zu lösen.

„1300 Stunden einschließlich Praktikum waren nicht gerade wenig“, stellte Doschat anerkennend fest. Es sei erfreulich, dass einige eine Weiterqualifizierung anstreben, etwa an der ISE-Berufsfachschule für Altenpflege und Altenpflegehilfe. „Hut ab!“ Allerhöchsten Respekt zollte auch Rainer Liermann den erfolgreichen Absolventen. Er habe schon viele Maßnahmen des Europäischen Sozialfonds begleitet. Das Prüfungsergebnis dieses Kurses könne sich sehen lassen. Den Männer und Frauen, die wegen Corona jetzt erst in ein Praktikum gehen, empfahl Liermann: „Zeigen Sie sich von Ihrer besten Seite“. Wenn es mit einer Festanstellung noch nicht geklappt habe, so versuche man seitens des Jobcenters Stolpersteine aus dem Weg zu räumen.

Alle erfolgreichen Teilnehmer haben nach Einschätzung von Kursleiter Thomas Klein die notwendige Empathie, wie man sie gerade im Pflegeberuf brauche. Wegen der Corona-Pandemie sei es schwierig gewesen, Praktikumsplätze in Alten- und Pflegeheimen zu finden. „Wir werden Sie bei der Arbeitssuche unterstützen“, versicherte ISE-Bildungskoordinator Peter Blendowski dem Teilnehmerkreis. Er stellte fest, dass die Kursteilnehmer ihr Leben total umstellen mussten und dass sich die anfängliche Unsicherheit rasch gelegt habe. Sie könnten mit Stolz auf ihre Leistung zurückblicken.

Nach Angaben des Jobcenters haben bislang über 19 000 Menschen Qualifizierungsmaßnahmen beim ISE Sprach- und Berufsbildungszentrum durchlaufen.

Für den Bericht
Hubert Uschald

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