„Geduld haben ist eine Tugend – Geduld einfordern ein Wunsch – Geduld verlieren ein Versagen.“

— Helmut Glaßl

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Nachgefragt bei Herrn Herwig – Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

„Das BAMF führt selber keine Kurse durch, sondern hat in einem strengen Zulassungsverfahren qualifizierte Bildungseinrichtungen für diese Aufgabe ausgewählt.“
Jens Herwig, Regionalkoordinator vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

Herr Herwig, Regionalkoordinator des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge spricht im Interview mit dem ISE über Integrationskurse, das BAMF und Fördermöglichkeiten für Absolventen.

ISE: Was ist das BAMF?
Herr Herwig:
BAMF steht für „Bundesamt für Migration und Flüchtlinge“; Es ist in eine Zentrale mit Sitz in Nürnberg und Außenstellen in allen Bundesländern gegliedert. Das BAMF ist eine Bundesoberbehörde und gehört zum Geschäftsbereich des Bundesministeriums des Innern.

ISE: Welche Aufgaben hat das BAMF?
Herr Herwig:
Förderung und Koordinierung der sprachlichen, sozialen und gesellschaftlichen Integration; Durchführung der Asylverfahren, Verwaltung von EU-Fonds, Wissenschaftliche Begleitforschung zu Fragen der Migration und Integration, Informationszentrum Asyl und Integration sowie eine Fülle von weiteren Aufgaben.

ISE: Was ist Ihre Aufgabe als Regionalkoordinator?
Herr Herwig:
Ansprechpartner für sämtliche Fragen von Integration im Betreuungsgebiet; Steuerung und Koordination der Integrationskurse vor Ort; Unterstützung von Projektarbeit; Mitarbeit in lokalen Netzwerken.

ISE: Wie kam es zur Zusammenarbeit mit dem ISE?
Herr Herwig:
ISE hat sich – wie andere Bildungsträger auch – erfolgreich für die Durchführung von Integrationskursen 2005 beim Bundesamt beworben. Mit dem „Zuwanderungsgesetz“ wurde das Bundesamt mit der Durchführung dieser Kurse beauftragt. Das BAMF führt aber selber keine Kurse durch, sondern hat in einem strengen Zulassungsverfahren qualifizierte Bildungseinrichtungen für diese Aufgabe ausgewählt.

ISE: Was waren die Veränderungen zum Jahr 2005?
Herr Herwig:
Das Thema Integration ist inzwischen zu einem Zentralthema im öffentlichen Bewusstsein geworden. Und das ist gut so, was aber nicht heißt, dass damit alle Probleme schon gelöst worden sind….

ISE: Können Sie kurz Ihre ersten Eindrücke von Sulzbach und Amberg schildern und wie es im Vergleich dazu heute aussieht.
Herr Herwig:
Durch die verstärkte öffentliche Wahrnehmung auch durch die Medien ist es vielen Bürgerinnen und Bürgern erst bewusst geworden, wie viele Neubürger auch in der Oberpfalz leben. Allerdings müssen die Menschen noch mehr zueinander finden.

ISE: Gibt es unbedingt Wissenswertes über das BAMF?
Herr Herwig:
das Bundesamt ist ein „global player“, wer mehr über unsere nationalen wie internationalen Aktivitäten wissen will, http://www.bamf.de/

ISE: Welche weiteren Förderungsmöglichkeiten bestehen für Absolventen eines Integrationskurses?
Herr Herwig:
Der Integrationskurs ist das (sprachliche) Fundament für darauf aufbauende Aktivitäten. Viele (staatliche) Institutionen bieten weitere Förderungen an; dies hängt aber sehr vom persönlichen Werdegang der Absolventen ab, so dass man dies nicht verallgemeinern kann. Für unsere Kunden gibt es jedoch individuelle Beratungen, so z.B. die Migrationserstberatung bei der Caritas in Amberg.

Vielen Dank für das freundliche Gespräch. (db)