„Man sieht oft etwas hundert Mal, tausend Mal, ehe man es zum allerersten Mal wirklich sieht.“

— Christian Morgenstern

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ISE Sprach- & Berufsbildungszentrum GmbH

Arbeitsmarkt aktuell

Einer der größten Auftraggeber des ISE Sprach- und Berufsbildungszentrums ist seit vielen Jahren die Bundesagentur für Arbeit. Dies gilt aber nicht nur für die Qualifizierung von Arbeitssuchenden, sondern auch für die Vermittlung von Arbeitslosen. Diese Vermittlung wird von der Bundesagentur für Arbeit – ehemals Arbeitsamt – durch einen Vermittlungsgutschein unterstützt. Mit diesen Vermittlungsgutscheinen können Arbeitssuchende private Arbeitsvermittler beauftragen, sie bei der Suche nach einer Arbeit zu unterstützen. An dieser Stelle soll es allerdings nicht um die Modalitäten eines Vermittlungsgutscheins gehen, sondern vielmehr um die aktuelle Situation auf dem Arbeitsmarkt in Amberg und dem Landkreis Amberg-Sulzbach.

Personalvermittlung ein schwieriges Unterfangen

Das große Krisenjahr 2009 geht langsam zu Ende und es ist Zeit für ein kleines Fazit. Trotz der Krise konnten einige Kursteilnehmer und einige Kunden der Arbeitsvermittlung in eine sozialversicherungspflichtige Arbeit vermittelt werden. Leider noch lange nicht alle, aber wenn man die stetig sinkende Zahl an Stellenanzeigen in der regionalen Presse betrachtet, man die wirtschaftliche Gesamtsituation berücksichtigt und nicht alles ganz schwarz sehen möchte, können die Arbeitsvermittler des ISE dennoch zufrieden auf 2009 zurückblicken. Zwar sind bei den einschlägigen Stellenbörsen – z. B. Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit – immer noch sehr viele Stellen ausgeschrieben, aber wie viel der Arbeitsplätze wirklich inzwischen besetzt wurden, wie viele nicht nur aus Prestigegründen ausgeschrieben wurden sollte jeder hinterfragen, der sich mit dem Arbeitsmarkt beschäftigt. Wie bereits in anderen Artikeln aus der Kategorie Arbeitsvermittlung erwähnt, macht die Vorgehensweise vieler Arbeitgeber die Personalvermittlung zunehmend zu einem schwierigen Unterfangen.

Unverhofft kommt oft – Motto der Personalsuche 2009?

Gerade vorige Woche erst, wurde einer unserer Kunden von einem Arbeitgeber zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Wunderbar. Nur wenn man bedenkt, dass die ersten Gespräche der Arbeitsvermittler des ISE mit der Firma bereits im Februar bzw. März diesen Jahres stattfanden und umgehend die Bewerbung des Kunden eingeleitet wurde, bleibt zum Abschluss des Jahres zu hoffen, dass es doch noch klappt. Also, wenn die Firma sich entscheidet, bereits jetzt eine Entscheidung über die Stelle zu treffen. Oder sollte die Firma doch lieber noch bis März 2010 warten? So wie es diesem Kunden erging, erging es leider auch anderen Arbeitssuchenden, ob nun Kunden unserer Privaten Arbeitsvermittlung, oder nicht. Aber auch folgende Frage mussten sich Arbeitssuchende immer wieder selbst beantworten, wenn eine Absage ankam:

Was wollten die Arbeitgeber im Jahr 2009?

Diese Frage zu beantworten ist auch für die Arbeitsvermittler des ISE nicht einfach. Selbst Arbeitssuchende mit sehr guten Berufen, Berufserfahrung, vernünftigen Gehaltsvorstellungen, und und und konnten 2009 teilweise nicht vermittelt werden. Hierfür gab es verschiedene Gründe. Hier eine kleine Auswahl der Gründe, die das ISE 2009  häufig zu hören bekam:

  1. Der potentielle Arbeiteber hat sich doch dagegen entschieden jemanden externen einzustellen.
  2. Manch Arbeitsplatz fiel Kosteneinsparungen zum Opfer, wodurch ausgeschriebene Stellen in Unternehmensbereichen weggebrochen sind.
  3. Da es derzeit sehr viele Personen auf dem Arbeitsmarkt gibt, die auf der Suche nach einer Arbeit sind, haben einige Arbeitgeber einfach vor, noch weitere Bewerber „zu sichten“.
  4. In Kurzarbeit dürfen wir leider niemanden einstellen.
  5. Während Arbeitgeber in wirtschaftlich guten Zeiten bei Bewerbern hinsichtlich der Anforderungsprofile zu Abstrichen bereit waren, war dem im Jahr 2009 nicht so.

Helmut Albrecht, Bereichsleiter der ISE-Arbeitsvermittlung, sieht dennoch auch Licht am Ende des Tunnels für Personen mit einer guten Ausbildung. Fakt ist, die Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt in Amberg und dem Landkreis Amberg-Sulzbach steigen und der Kampf um einen Arbeitsplatz wird zunehmend härter.

Anstieg der Vermittlungen zum Jahresende

Blickt man auf das Jahr 2009 zurück ist ein Anstieg der Vermittlungen hin zum Jahresende zu verzeichnen. Ob sich dies allerdings zu einem Trend entwickelt bleibt abzuwarten. Warten, geduldig sein, das waren 2009 Trümpfe auf dem Arbeitsmarkt und werden dies wohl auch zu Beginn von 2010 bleiben.

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