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ESF-Qualifizierung schafft Zukunft!

Amberg, 08.08.2014. Die beiden Projektbetreuer Peter Blendowski und Roland Domogalla freuen sich darüber, dass mittlerweile zum zweiten Mal langzeitarbeitslose Menschen über das ESF-Projekt „Qualifizierung zum/zur Pflegehelfer/-in“ in Kooperation mit dem Jobcenter AM-AS die Chance erhalten, sich beruflich zu qualifizieren, um auf dem Arbeitsmarkt wieder Fuß fassen zu können. Bereits seit dem 24.03.2014 lernen die Teilnehmer beim ISE Sprach- und Berufsbildungszentrum am Kaiser-Ludwig-Ring in Amberg einschlägige Fachtheorie aus dem Berufsbild des Altenpflegers. Bis zum Kursende am 19.12.2014 werden die Teilnehmer zwei Module im Pflegebereich und ein Betreuungsmodul absolviert haben.

Nach jedem Modul erhalten die Kursteilnehmer eine Teilnahmebescheinigung und ein Zeugnis ausgehändigt, das bei künftigen Arbeitgebern vorgelegt werden kann und die erlangten Qualifikationen bescheinigt. Zurzeit befinden sich 24 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Lehrgang.

Zur Teilnehmerauswahl und zum „Kennenlerngespräch“ ging sicherlich der ein oder andere Kursteilnehmer mit gemischten Gefühlen zum Bildungsträger ISE Sprach- und Berufsbildungszentrum, der im Postgebäude (Eingang Postparkplatz) in Amberg residiert und über langjährige Erfahrung beim Wissenstransfer und bei der Arbeitsvermittlung verfügt. Manche Teilnehmer hatten sich in den ersten Tagen bestimmt nicht erhoffen trauen, dass Lernen auch Spaß machen kann. Zudem ergaben sich für mehrere Teilnehmer/-innen gute Realisierungsmöglichkeiten, wie sich Familie, Beruf und Bildung miteinander stressfrei kombinieren bzw. „unter einem Hut bringen“ lassen. Nach dem ersten „Beschnuppern“ konnten die Teilnehmer in der Orientierungsphase durch fachkundige und erfahrene Dozenten ihre Schlüsselqualifikationen aufwerten. Durch Kompetenztraining und Bewerbungstraining mit EDV-Einstieg war bald allen Teilnehmern klar, dass der Kurs mit Sicherheit persönlich sehr nutzbringend sein wird. Den ersten Qualifizierungsbaustein im Pflegebereich „Alte Menschen in ihrer Beweglichkeit im Rahmen der Selbstpflege fördern und unterstützen“ konnten die Teilnehmer bereits Anfang Juni 2014 ablegen. Die Projektverantwortlichen R. Domogalla und P. Blendowski freuen sich ebenso wie die Betreuerin Andrea Gaßner darüber, dass 17 Teilnehmer diesen Qualifizierungsbaustein erfolgreich mit einem Zeugnis absolviert haben. Weitere zwei Teilnehmer erhielten eine Teilnahmebescheinigung über die erlangten Kenntnisse in diesem Modul.

Seit dem 07.07.2014 steht nun der zweite Pflege-Qualifizierungsbaustein auf dem Programm. Der Inhalt dieses Moduls lautet: „Alte Menschen in ihrer Tagesgestaltung unterstützen/Betreuungsmodul“. Hierzu konnten die Teilnehmer an einem Erste-Hilfe-Kurs teilnehmen. Momentan befinden sich die Teilnehmer in der Prüfungsvorbereitungsphase. In den nächsten Tagen stehen verschiedene theoretische Leistungsnachweise in den Fächern Pflege, Recht und Ethik an. Zudem ist eine Projektarbeit vorgesehen mit anschließender Präsentation in Deutsch und Kommunikation. Auch nach diesem Modul werden die Teilnehmer wieder positive Rückmeldungen für ihre Mitarbeit bzw. für ihre Leistungen in Form eines Zeugnisses erhalten. Nach erfolgreichem Abschluss eines anschließenden dreiwöchigen Praktikums bis einschließlich 19.09.2014 erhalten die Lehrgangsteilnehmer zudem den begehrten Betreuungsschein nach § 87b SGB XI , der sie berechtigt als Betreuungskraft in Pflegeheimen tätig zu werden.

Die Projektleiter Peter Blendowski und Roland Domogalla hoffen, dass sich die Frauen und Männer durch diese Qualifizierung langfristig einen festen Platz in der Arbeitswelt sichern können. „Die Maßnahme im Pflegebereich, ist sicherlich für viele eine einmalige Chance, sich fit für den Arbeitsmarkt zu machen“, so Roland Domogalla.

Kein Weg gleicht einem anderen – die Individualität jedes einzelnen Menschen und dessen Lebenslaufes ist den ISE-Mitarbeitern bewusst. Bei den Planungen und bei der Praktikumssuche werden insofern persönliche Eigenschaften, Charakterstärken und Vorlieben nach Möglichkeit berücksichtigt.

Die Teilnahme an der Qualifizierung zum/zur Pflegehelfer/-in ist im Wesentlichen kostenlos. Das Projekt wird vom ISE Sprach- und Berufsbildungszentrum und dem Jobcenter AM-AS getragen sowie aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) kofinanziert. Wer mitmachen möchte, kann sich auf ISE-Internetseite noch genauer informieren oder sich unter der E-Mail-Adresse info@ise-berufsbildung.de direkt online an den Bildungsträger melden.

Bedeutendes Fundament für den Arbeitsmarkt

Das Bayerische Arbeitsministerium setzt alles daran, die Arbeitslosenquote in Bayern weiterhin gering zu halten und dem drohenden Fachkräftemangel aktiv zu begegnen. Hier kommt der ESF ins Spiel. Seit über 50 Jahren sorgt er als sogenannter Strukturfonds dafür, dass die Beschäftigungs- und Arbeitsmöglichkeiten der Menschen in Europa verbessert werden. Damit ist der ESF das wichtigste Förderinstrument der Europäischen Union (EU) im Bereich der Arbeitsmarktpolitik. Gefördert werden Initiativen und Projekte, die die Qualifikation von langzeitarbeitslosen Menschen sowie von Beschäftigten verbessern und zu-sätzliche Ausbildungsplätze schaffen. Außerdem unterstützt der ESF Projekte, die die Chancengleichheit erhöhen, die soziale Eingliederung stärken sowie das Unternehmertum fördern und dabei die grenzüberschreitende Beschäftigung ausbauen. Von 2007 bis 2013 investiert Bayern rund 630 Millionen Euro in zukunftsfähige Qualifizierungs- und Arbeitsmarktprojekte. Davon werden die Hälfte, rund 310 Millionen Euro, vom ESF kofinanziert. Weitere Informationen unter www.esf.bayern.de.

Mitmachen: Der ESF in Bayern

Wer die Förderung des Arbeitsmarktes in Bayern aktiv mitgestalten möchte, kann für die aktuelle Förderperiode ESF-Mittel für seine Projektidee beantragen. Eine Antragsstellung für die aktuelle Förderperiode ist noch bis Anfang 2015 möglich. Einrichtungen für allgemeine und berufliche Bildung, wie Bildungswerke, Hochschulen, Volkshochschulen und private Bildungsträger finden im Internet ebenso Informationen zu Antragsmodalitäten und Ansprechpartnern wie kleine und mittelständische Unternehmen. Auch Nichtregierungsorganisationen sowie Sozialpartner wie Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbände, Betriebsräte, Industrie- und Berufsverbände finden auf www.esf.bayern.de weiterführende Hinweise und Auskünfte.

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