„Es genügt nicht, dass man zur Sache spricht. Man muss zu den Menschen sprechen.“

— Stanislaw Jerzy Lec

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ISE Sprach- & Berufsbildungszentrum GmbH

Interessanter Einblick in die Arbeit der Jura-Werkstätten

Projekttag im Rahmen der Qualifizierung zum/zur Pflegehelfer/in

Die Jura-Werkstätten Amberg-Sulzbach e. V. ermöglichten am 29.10.2014 den Teilnehmern des Lehrgangs „Qualifizierung zum/zur Pflegehelfer/in“ einen informativen und interessanten Einblick in die Arbeit einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung, wodurch die angehenden Pflegehelfer ihren Horizont erweitern konnten. Einen ganzen Vormittag durften sie in der Einrichtung verbringen.

Begrüßt wurden die Teilnehmer durch Miriam Kotz, Sozialpädagogin B.A., die im Sozialdienst der Werkstätte Amberg tätig ist und Frau Julia Stang, die sehr kompetent durch die verschiedenen Bereiche der Einrichtung führte und alle Fragen der Kursteilnehmer beantwortete. Großes Interesse bestand bezüglich des Tagesablaufs der Mitarbeiter der Werkstätte.

Die Teilnehmer erfuhren vom Berufsbildungsbereich, Arbeitsbereich und Förderbereich.
Sie wurden durch die Räumlichkeiten geführt und konnten sich so selbst ein umfassendes Bild machen. Besonders die Produktion mit ihren verschiedenen Arbeitsbereichen wurde ausführlich erklärt und konnte von den Schülern auch ausprobiert werden. Hier werden für verschiedene Firmen wie Siemens, Grammer und Fackelmann Aufträge ausgeführt. Erstaunlich für viele war die Fingerfertigkeit, mit der hier teilweise gearbeitet wird.

Die Teilnehmer und Betreuer des ISE Sprach- und Berufsbildungszentrums Amberg wurde von den Mitarbeitern äußerst herzlich empfangen und so konnte manche Hemmschwelle abgebaut werden.

Den Mitarbeitern der Jura-Werkstätten stehen neben dem Arbeitsbereich auch begleitende Dienste zur Verfügung, die sie pflegerisch, pädagogisch, sozial oder psychologisch betreuen.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil sind die begleitenden Angebote, die für eine abwechslungsreiche Tagesstruktur sorgen. Dazu zählen die Förderung der lebenspraktischen Kompetenzen wie z. B. Zähneputzen, aber auch die Erhaltung der Gesundheit durch Präventivmaßnahmen wie verschiedene Sportangebote.

Bei einem abschließenden gemeinsamen Basteln mit fünf Mitarbeitern der Werkstätten konnten die Teilnehmer der Qualifizierung zum/zur Pflegehelfer/in Erfahrung in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung sammeln und sie anleiten und unterstützen. Berührungsängste konnten abgebaut werden und alle Schüler empfanden diesen Projekttag als äußerst interessant und lehrreich. Sie konnten viele positive Eindrücke mitnehmen. So fiel auf, mit wie viel Freude und Freundlichkeit Menschen mit Behinderung Besuchern begegnen.

Nachfolgend einige Eindrücke unserer Lehrgangsteilnehmer:

Frau Petra Wiesgickl: „Behinderte Menschen werden oft in ihrer Persönlichkeit und Intelligenz unterschätzt. Durch die Zusammenarbeit beim Basteln einer Eule wurde auch ich eines Besseren belehrt.“

Herr Vetter: „Die Behinderten sind stolz darauf, was sie in der Werkstätte leisten und führen gern dem Besucher vor, was sie im Einzelnen tun.“

Frau Neidel: „Zu sehen, wie die Leute arbeiten und wie es ihnen Spaß macht, war wirklich beeindruckend. Es sind offene Menschen, die einfach auf andere zugehen und sich keine Gedanken über belangloses Zeug machen.“

Die beim ISE Sprach- und Berufsbildungszentrum durchgeführte Qualifizierung wird durch Mittel des Europäischen Sozialfonds kofinanziert. Sie beinhaltet den Erwerb des Betreuungsscheins nach § 87 b.
Eine qualifizierte Bildung und Ausbildung der Teilnehmer sowie eine anschließende Unterstützung bei der Arbeitssuche nehmen beim ISE Sprach- und Berufsbildungszentrum seit jeher eine wichtige Rolle ein.

Andrea Gaßner
Maßnahmebetreuerin des ISE

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