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Selbstversuch mit Rollstuhl und Rollator

Der Europäische Sozialfonds (ESF) fördert seit sechs Jahren schon in Amberg Maßnahmen zur Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt. Basis dafür ist eine neunmonatige Qualifizierungsmaßnahme zum/zur Pflegehelferin/In am ISE Sprach- und Berufsbildungszentrum.

Die Leiterin des Jobcenters, Sonja Schleicher, (Bildmitte im Rollator), nahm sich mit ihrem Teamleiter Arbeitsvermittlung, Rainer Liermann (links daneben), einen ganzen Vormittag Zeit, um im derzeitigen Modul 2 „Alte Menschen bei ihrer Tagesgestaltung unterstützen“ das Unterrichtsthema „Umgang mit Rollstühlen und Rollatoren“ mitzuerleben. Bild: Uschald

Amberg (usc) 21 Frauen und Männer drücken bei ISE seit Mai bis 1. Februar 2019 wieder die Schulbank. Es bestehen sehr gute Berufsaussichten. Die Co-Finanzierung tragen ISE und das Jobcenter Amberg-Sulzbach. Dessen Leiterin, Sonja Schleicher, nahm sich mit ihrem Teamleiter Arbeitsvermittlung, Rainer Liermann, einen ganzen Vormittag Zeit, um im derzeitigen Modul 2 „Alte Menschen bei ihrer Tagesgestaltung unterstützen“ das Unterrichtsthema „Umgang mit Rollstühlen und Rollatoren“ mitzuerleben.

Altenpflegekräfte haben viel Kontakt zu Menschen, die einen Rollstuhl oder einen Rollator nutzen. Aber wie fühlt sich das eigentlich an, Rollstuhlfahrer zu sein? Was ist dabei zu beachten? Mit welchen Hürden müssen ältere Menschen im alltäglichen Leben rechnen? Diese lehrreiche Selbsterfahrung wurde von Kursleiter Thomas Klein mit freundlicher Unterstützung des Seniorenheimes der AWO  Kümmersbruck, die Rollstühle und Rollatoren zur Verfügung stellte, organisiert.

Die Teilnehmer der aktuellen Pflegequalifizierungsmaßnahme beim ISE haben für die Besucher vom Jobcenter dazu die Rollen gewechselt und sind mit Rollstühlen und Rollatoren losgezogen, um die Amberger Innenstadt und ihre Schwachstellen zu erkunden. Die Kursteilnehmer mussten zwangsweise auch schlechte persönliche Erfahrungen sammeln, da die Barrierefreiheit in Amberg erst Schritt für Schritt realisiert wird.

Nach der Rückkehr der Kursteilnehmer aus der Stadt wurden die Erfahrungen ausgetauscht. Sonja Schleicher motivierte die Gruppe bis zum Abschluss durchzuhalten. Das bisher gezeigte Engagement verdiene Respekt, sagte sie. Die Teilnehmer hätten sich für die Pflege, eine der schönsten, ab und an aber auch schwierige Tätigkeit entschieden.

„Mit den zu erwerbenden Kenntnissen und Fertigkeiten werden die Kursteilnehmer zur Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung im Bereich der Altenpflege befähigt. Die Teilnehmer haben auch die Möglichkeit, eine einjährige oder dreijährige Ausbildung zum/zur Staatlich geprüften Pflegefachhelfer/in bzw. zum/zur Staatlich geprüften Altenpflegfachkraft an einer Berufsfachschule für Altenpflege anzustreben“, erläuterte ISE-Geschäftsführer Peter Blendowski.

Erfahrungsgemäß wechselt von den Kursteilnehmern dieser ESF-Pflegequalifizierung eine gewisse Anzahl an die ISE-Berufsfachschule für Altenpflege. Anreiz für eine Ausbildung an der ISE-Altenpflegeschule gibt wohl auch die Tatsache, dass die Kursabsolventen angesichts des demografischen Wandels gute Berufsaussichten etwa in Pflegeheimen oder in der ambulanten Pflege haben und somit ihren Lebensunterhalt selbst finanzieren können.

In den zurückliegenden 29 Jahren seines Bestehens wurden im ISE Sprach- und Berufsbildungszentrum und in der ISE-Berufsfachschule für  Altenpflege und Altenpflegehilfe über 16.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in diversen Kursen, Umschulungen, Betreuungs- und Vermittlungsmaßnahmen bestmöglich ausgebildet und beruflich integriert.

Für den Bericht
Hubert Uschald

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